"Kürbissig": ein farbiges Taschenbuch mit CreateSpaceText-Datei hochladen, Umschlag gestalten – so einfach ist es, mit dem „Print on Demand“-Anbieter CreateSpace ein Taschenbuch zu veröffentlichen. Aber ist das Ergebnis auch gut? Taugt das Papier etwas? Halten die Seiten zusammen? Ist der Umschlag schick?

Wir zeigen euch das Ergebnis unseres Härtetests:
ein bebildertes Kochbüchlein



Für die Romanschreiber unter euch haben wir den Erfahrungsbericht „schwarz-weiß, cremefarbenes Papier, 436 Seiten“ vorbereitet.


Über unseren ersten Test mit dem Halloween-Kochbuch „Kürbissig“ hatten wir vorab ja schon verraten, dass wir von der Qualität beeindruckt sind. Hier kommen nun die genauen Fakten:

Die Seiten

Damit die Farben der Fotos nicht verfälscht werden, haben wir uns für weißes Papier entschieden. Dieses ist stabil und fasst sich gut an. Es ist ein wenig lichtdurchlässig, so dass die Bilder auf der Rückseite durchscheinen, aber das ist völlig vertretbar.

Qualität des weißen Papiers von CreateSpace

Die Bildqualität

Die Bilder sind ein wenig verschwommen – darauf hatte uns CreateSpace beim Hochlade-Prozess allerdings aufmerksam gemacht und gewarnt. Die Fotos wurden für die ursprüngliche eBook-Version angefertigt und hatten daher nur 180 dpi. Üblicherweise nimmt man für den Druck 300 dpi, CreateSpace hat an dieser Stelle mindestens 200 dpi für ein akzeptables Ergebnis empfohlen. Was die Farben angeht, sind wir durchaus zufrieden mit dem Ergebnis.

Druckqualität von farbigen Bildern bei CreateSpace

Das Impressum

In Deutschland gibt es die Impressumspflicht für Bücher. Das Impressum erscheint üblicherweise auf Seite 2 oder 4 und muss vom Autor selbst eingefügt werden. Es wird je nach Bundesland geregelt und beinhaltet aber zufällig in allen Bundesländern die gleichen Informationen:

  • Name/Firma und Anschrift des Verlags/Verfassers/Herausgebers
  • Name/Firma und Anschrift des Druckers



CreateSpace fügt dem Buchblock zusätzlich noch einen eigenen Eindruck hinzu – und zwar auf einer extra Seite, ganz hinten im Buch. Dort ist ein Barcode zu sehen (der allerdings nicht dem Barcode auf dem Umschlag entspricht) und die Angabe der Druckerei. Wir empfehlen trotzdem, die Angabe „Herstellung: Amazon Distribution GmbH, Leipzig“ auch ins eigene Impressum zu setzen.

Angabe der CreateSpace-Druckerei

Der Umschlag

Für „Kürbissig“ haben wir auf den praktischen Cover-Creator von CreateSpace gesetzt. Dort kann man aus verschiedenen Vorlagen den passenden Look auswählen, seinen Text einfügen und sogar noch eine eigene Grafik hochladen (die Kürbisse mit dem orangefarbenen Hintergrund). Bei 40 Seiten ist das Buch so schmal, dass keine Beschriftung auf den Buchrücken passt – das ist die Seite des Buches, die man sieht, wenn es ordentlich im Regal steht (nicht zu verwechseln mit der Rückseite des Buchs). Der Barcode wird von CreateSpace automatisch hinzugefügt. Das ist bei dem Cover-Creator kein Problem, da dieser Platz berücksichtigt wird und der Klappentext dementsprechend positioniert wird.

Umschlag von CreateSpaces Cover-Creator

Die Abnutzung

Wir haben dieses Exemplar schon einige Male herumgezeigt, es ist also schon durch viele neugierige Hände gegangen. Trotz allem biegt sich der Umschlag nur ein wenig nach oben. Da sind wir von Druckereien schon ganz anderes gewohnt, also auch hier alles im grünen Bereich.

Stabilität eines CreateSpace-Buchs

Der Preis

Jetzt wird es interessant. Was kostet so ein Buch in der Herstellung? Wir legen die Karten auf den Tisch: CreateSpace verlangt einen Mindestnettopreis von 5 € für diese Ausstattung (farbig, weißes Papier, 40 Seiten). Netto – das heißt, es kommen noch 7 % Steuern hinzu. Wenn wir bzw. der Autor komplett auf seinen eigenen Anteil verzichten würde, könnte er es für 5,35 € bei Amazon anbieten. Das will er bzw. wollen wir natürlich nicht, daher bieten wir „Kürbissig“ für 6,99 € bei Amazon an. Wir verdienen abzüglich Steuern, Herstellung und CreateSpace-Anteil an jedem Exemplar 91 Cent.

Fazit

Beim nächsten Mal achten wir darauf, dass unsere Fotos auch wirklich die Qualität haben, die sie für den Druck benötigen. Auch ist es nicht verkehrt, ein paar Seiten mehr zusammenzubekommen, so dass der Buchrücken einer Beschriftung genügend Platz bietet. Der Cover-Creator ist zwar eine praktische Idee für selbstverlegende Autoren, wir gestalten in Zukunft allerdings lieber unsere eigenen Umschläge.



Habt ihr noch Fragen? Wollt ihr etwas Bestimmtes über unsere CreateSpace-Bücher wissen? Schreibt uns einen Kommentar. Wir antworten, so schnell und kompetent wir können.

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